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Alfred HeuĂ
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Alfred HeuĂ (auch: Heuss; * 27. Juni 1909 in Gautzsch bei Leipzig; â 7. Februar 1995 in Göttingen) war ein deutscher Althistoriker.
Contents
âą Leben
âą Literatur
âą Weblinks
âą Anmerkungen
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Leben
Alfred HeuĂ jr. war der Sohn des Musikschriftstellers Alfred HeuĂ und Ă€ltere Bruder des Ăkonomen Ernst Heuss. In Leipzig besuchte er das Königin-Carola-Gymnasium.cite-ref-1[1] Er studierte Klassische Philologie, Geschichte und Philosophie an den UniversitĂ€ten Leipzig, TĂŒbingen und Wien, ab 1931 auch noch Jura in Leipzig. Als SchĂŒler des Althistorikers Helmut Berve wurde er 1932 mit einer Arbeit ĂŒber die völkerrechtlichen Grundlagen der römischen AuĂenpolitik wĂ€hrend der Republikcite-ref-2[2] promoviert und erwarb 1935 mit zwei Arbeiten zum modernen Völkerrecht auch den Dr. iur. Bereits 1936 habilitierte er sich mit einer bis heute einflussreichen Arbeit ĂŒber das VerhĂ€ltnis des hellenistischen Königs zur griechischen Polis fĂŒr Alte Geschichte an der UniversitĂ€t Leipzig.cite-ref-3[3]
Zu den nationalsozialistischen Machthabern und ihrer Ideologie hielt er zunĂ€chst Abstand, was seine Laufbahn anfangs erschwerte. Im August 1934 publizierte er in einer Schweizer Zeitung anonym eine kritische Analyse der deutschen Gesellschaft unter nationalsozialistischer Herrschaft.cite-ref-4[4] Nach einem negativen Urteil von Wilhelm Weber ĂŒber seine politische Linientreue (âWissenschaftlich ohne Zweifel dozenturreif, menschlich trotz offenkundiger Fehler ĂŒberwiegend positiv, politisch bestimmt noch kein Nationalsozialistâ)cite-ref-5[5] beantragte er am 28. Juni 1937 aber doch die Aufnahme in die NSDAP und wurde rĂŒckwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.526.799).cite-ref-6[6] Im Dezember 1937 wurde er, auch dank der FĂŒrsprache Berves, zum Dozenten ernannt.cite-ref-7[7] Von 1938 bis 1941 vertrat er einen Lehrstuhl an der UniversitĂ€t Königsberg. Darauf folgten Professuren an den UniversitĂ€ten Breslau (auĂerordentlicher Professor 1941â1943; ordentlicher Professor 1943â1945), Kiel (1945â1946), Köln (1946â1948), wiederum Kiel (1949â1954), wo die erste Fassung seiner bis heute einschlĂ€gigen Römischen Geschichte entstand, und von 1954 bis zu seiner Emeritierung 1977 an der UniversitĂ€t Göttingen.
Ab 1956 war er Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen,cite-ref-8[8] von 1954 bis 1958 zudem Vorsitzender der Mommsen-Gesellschaft. HeuĂ war Herausgeber der PropylĂ€en Weltgeschichte (Band I bis IV) und des Jahrbuchs Antike und Abendland und der Reihe Zetemata. Zu seinen akademischen SchĂŒlern gehörten unter anderem Jochen Bleicken und Hans-Joachim Gehrke.
HeuĂ, der sich selbst als Universalhistoriker verstand, beschĂ€ftigte sich zeitlebens auch mit den ĂŒbrigen geschichtlichen Epochen sowie der Theorie der Geschichte. So gab er zusammen mit Golo Mann und August Nitschke die zehnbĂ€ndige PropylĂ€en Weltgeschichte heraus, wobei er vor allem die BĂ€nde zur Antike betreute. So ist sein wissenschaftliches Werk bis heute besonders fĂŒr die Alte Geschichte von sehr groĂer Bedeutung. Zum geflĂŒgelten Wort wurde seine Formulierung vom Verlust der Geschichte, ein Buchtitel von 1959.
1983 erhielt er den erstmals verliehenen Preis des Historischen Kollegs.
Politische Einstellung
HeuĂ wurde 1937 vom Leiter des NS-âDozentenlagersâ, dem SS-Offizier Wilhelm Grundig, wie folgt beurteilt: HeuĂ sei âein Eigenbrödler mit induilekten [sic] Einschlag [...]. Er ist eine jener kraft- und saftlosen Erscheinungen, die von der Hochschule fernzuhalten sind [...]. Von Kameradschaft, Sinn zur Gemeinschaft und ĂŒberhaupt nat.soz. Grundhaltung ist bei ihm nicht ein Hauch vorhanden. Kurz gesagt, eine vollkommene Null, ein Querulant und Miesmacher.âcite-ref-9[9] HeuĂ entschied sich, wie viele seiner Generation, wĂ€hrend der NS-Diktatur dann aber fĂŒr einen Kurs der Anpassung, um sich nicht politisch zu exponieren und seine akademische Karriere nicht zu gefĂ€hrden, hielt aber im Unterschied zu Althistorikern wie Fritz Schachermeyr einen gewissen Abstand zur herrschenden Ideologie. Indem er spĂ€ter bei anderen Gelehrten die unerzwungene Infiltration der NS-Ideologie in ihre Lehre und Forschungen mit deutlichen Worten kritisierte, beanspruchte er rĂŒckblickend zumindest implizit, seine innere geistige Autonomie gegenĂŒber dem Zeitgeist gewahrt und sich nicht kompromittiert zu haben. Zwar lieferte er 1943 den Beitrag Die Gestaltung des römischen und des karthagischen Staates bis zum Pyrrhos-Krieg fĂŒr den heute berĂŒchtigten, von Joseph Vogt herausgegebenen und von einer antisemitischen Geschichtsdeutung geprĂ€gten Band Rom und Karthago, allerdings ist sein Aufsatz tatsĂ€chlich in weitaus geringerem MaĂe von nationalsozialistischer Ideologie durchdrungen als andere Teile des Buches.cite-ref-10[10] Von seinem wesentlich tiefer verstrickten Lehrer Helmut Berve distanzierte sich HeuĂ aber auch nach 1945 allenfalls Ă€uĂerst verhalten.cite-ref-11[11]
HeuĂ selbst war zeitlebens ein bekennender Nationalkonservativer, der aus den Erfahrungen der nationalsozialistischen Diktatur bestimmte Konsequenzen gezogen hatte: Die MachtĂŒbernahme durch Adolf Hitler, dessen ideologische Verblendung und Verbrechen, aber auch geistige Insuffizienz HeuĂ schonungslos verurteilte,cite-ref-12[12] betrachtete er als KontinuitĂ€tsbruch in der deutschen Geschichte von katastrophalen Dimensionen und Auswirkungen, auch fĂŒr die Deutschen selbst. Er lehnte allerdings die Vorstellung einer deutschen Kollektivschuld ab und bestritt entschieden, dass die nationalsozialistischen Verbrechen fĂŒr die Zeitgenossen, denen die Kenntnis des Ausgangs gefehlt habe, auch nur entfernt vorhersehbar gewesen seien: Weder der Eroberungs- und Vernichtungskrieg und noch weniger der Völkermord an den Juden seien 1933 als Möglichkeit ĂŒberhaupt vorstellbar gewesen und schon gar nicht von einem bedeutenden Teil der deutschen Bevölkerung, ĂŒber Hitler selbst und eine relativ kleine verbrecherische Clique seiner Helfershelfer hinaus, gewollt worden. Dies gelte selbst fĂŒr den gröĂten Teil der AnhĂ€nger und Mitglieder der NSDAP (also auch HeuĂ selbst). Auf die verantwortungslose, verbrecherische und wahnwitzige Person an der Spitze des ganzen Systems sei daher alles angekommen; dieser gab HeuĂ die Schuld fĂŒr die Verbrechen. Zudem sei Hitlers Machteroberung einer Konstellation von ZufĂ€lligkeiten zu verdanken gewesen, insbesondere den Schwierigkeiten der politischen Lage, der UnfĂ€higkeit seiner innen- und auĂenpolitischen Gegner und der politischen VerantwortungstrĂ€ger um den ReichsprĂ€sidenten Paul von Hindenburg im Vorfeld der Machteroberung sowie der weit verbreiteten UnterschĂ€tzung seiner GefĂ€hrlichkeit und RadikalitĂ€t, keineswegs aber langfristig wirksamen und damit zwangslĂ€ufig auf dieses Ergebnis zusteuernden Faktoren.
Von einem deutschen Sonderweg, dessen quasi notwendiges Endergebnis Hitler gewesen sei, könne, so HeuĂ, nicht die Rede sein. Letztlich seien die Jahre der NS-Diktatur, da âdas Subjekt der Geschichte (das deutsche Volk) seine aktive SubjektivitĂ€t verliert und nur noch passiv existiertâ,cite-ref-13[13] vielmehr gar kein Teil der deutschen Geschichte, sondern nur die Geschichte eines âFremdenâ, nĂ€mlich Hitlers, der sich fĂŒr seine ĂŒbergeordneten ideologischen Ziele, so HeuĂ, gerade nicht auf eine breite UnterstĂŒtzung der deutschen Bevölkerung habe stĂŒtzen können und der daher âbereits in den Krieg als ein âFremderâ gezogen (ist), obgleich der Sieg von 1940 dies fĂŒr einen Augenblick verdeckte, und ⊠es immer mehr werden (muĂte), je lĂ€nger das Kriegsgeschehen eines plausiblen Sinns entbehrte.âcite-ref-14[14] Hitlers WĂ€hler und AnhĂ€nger hĂ€tten gar âkein politisches Profilâ besessen, seien âvon Stimmungen, Hoffnungen und SehnsĂŒchten gepeitschte Massen, aber vor der Machtergreifung keineswegs fest verortet, sondern eher Treibsand, der sich anderswo gelöst hatte. Hitler war, genau genommen, ein EpiphĂ€nomen einer transitorischen seelischen Stimmungslage, deren latente Voraussetzung allein keine eigene Kraftquelle bedeutete. Substantiell war Hitler mit der gesellschaftlich-politischen RealitĂ€t nur fragmentarisch verknĂŒpft.âcite-ref-15[15] Der Kritik der 68er-Bewegung am Verhalten seiner Generation, also der Zeitgenossen des Dritten Reichs, warf er eine Verkennung der damaligen Lage und vor allem eine Ausblendung des diktatorischen und terroristischen Charakters der kommunistischen Regimes vor, deren Ideologie hier in Wahrheit propagiert werde, und bezeichnete sie als heuchlerisch und missbrĂ€uchlich. Von Kritikern wurden diese Positionen als apologetisch verurteilt, da HeuĂ die Verantwortung der meisten Deutschen, einschlieĂlich erklĂ€rter NS-AnhĂ€nger, fĂŒr die Verbrechen des Nationalsozialismus kleinrede.
HeuĂ selbst trat nach 1945 entschieden fĂŒr den demokratischen Rechtsstaat, die Aufrechterhaltung des Wiedervereinigungsziels und bĂŒrgerliche Werte ein und erteilte zugleich allen egalitĂ€ren, sozialistischen oder anarchistischen AnsĂ€tzen als wirklichkeitsfremden und gefĂ€hrlichen Utopien eine klare Absage. Gerade weil Hitlers Vernichtung der Freiheit und Rechtsstaatlichkeit am Anfang der Katastrophe gestanden habe, war HeuĂ auch ein ebenso entschiedener und kompromissloser Antikommunist. Die Berufung auf die Tradition des kommunistischen Widerstandes gegen die nationalsozialistische Diktatur und deren FortfĂŒhrung im sogenannten Antifaschismus kritisierte er als Missbrauch und als pseudomoralischen Vorwand fĂŒr einen Kampf gegen die bestehende freiheitliche gesellschaftliche und politische Ordnung der westlichen Welt und der Bundesrepublik Deutschland. Historische Bildung, deren angeblich fortschreitenden Verfall er immer wieder beklagte, begriff er hingegen als wesentliche Grundlage der politischen UrteilsfĂ€higkeit eines mĂŒndigen BĂŒrgers im Sinne wahrer AufklĂ€rung und damit auch als Voraussetzung fĂŒr jeden FĂŒhrungsanspruch, wĂ€hrend er âlinkenâ gesellschaftspolitischen Theorien aller Art mit gröĂter Reserve, Misstrauen und Sarkasmus begegnete und sie ihrer âgleisnerischen UmhĂŒllung aus humanitĂ€ren Begriffenâ zu entkleiden trachtete. Die 68er-Bewegung verstörte und beunruhigte HeuĂ zutiefst, da er sie als antidemokratisch einschĂ€tzte und fĂŒr Ă€hnlich gefĂ€hrlich hielt wie seinerzeit den Nationalsozialismus.
Im Jahr 1968 setzte er daher als Mitglied einer Promotionskommission an der UniversitĂ€t Göttingen aus politischen GrĂŒnden durch, dass die Dissertation des Soziologen Martin Baethge nicht angenommen wurde und dieser nicht mehr in Göttingen promovieren konnte.cite-ref-16[16] Der Frankfurter Schule warf er vor, durch Eroberung der Deutungshoheit mit unlauteren Mitteln, insbesondere dem einer planmĂ€Ăig betriebenen Geschichtsklitterei â Hauptgegner waren hier neben Max Horkheimer, Theodor W. Adorno und JĂŒrgen Habermas die Historiker Fritz Fischer und Hans-Ulrich Wehler â die gesellschaftspolitische Debatte vergiftet und zum Geschichtsverlust der Deutschen nach 1945 wesentlich beigetragen zu haben, indem sie auch die deutsche Geschichte vor 1933 durch die RĂŒckverfolgung angeblicher Ursachen des Nationalsozialismus in weit zurĂŒckliegende Epochen in ein so ungĂŒnstiges Licht gestellt hĂ€tten, dass den Deutschen jede Identifikation mit der eigenen Geschichte unmöglich geworden sei.
Noch in seinem letzten Buch Versagen und VerhĂ€ngnis. Vom Ruin deutscher Geschichte und ihres VerstĂ€ndnisses versuchte HeuĂ, zunehmend verzweifelt und verbittert, dieser seiner Meinung nach von Grund auf verfehlten und intellektuell unredlichen, ja böswilligen Interpretation, bei der es sich fĂŒr ihn um nichts Geringeres als die IdentitĂ€tsfrage des deutschen Volkes handelte, mit seiner eigenen Sicht der Dinge entgegenzutreten.
Schriften (Auswahl)
âą Die völkerrechtlichen Grundlagen der römischen AuĂenpolitik in republikanischer Zeit (= Klio. Beiheft 31). Dieterich, Leipzig 1933 (Nachdruck: Scientia, Aalen 1963).
⹠Stadt und Herrscher. In ihren Staats- und völkerrechtlichen Beziehungen. Dieterich, Jena 1937.
⹠Theodor Mommsen und das 19. Jahrhundert (= Veröffentlichungen der Schleswig-Holsteinischen UniversitÀtsgesellschaft. Neue Folge, Band 19). Ferdinand Hirt, Kiel 1956 (Nachdruck: Steiner, Wiesbaden 1996, ISBN 3-515-06966-6).
⹠Verlust der Geschichte (= Kleine Vandenhoeck-Reihe. Band 82). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1959.
⹠Römische Geschichte. Westermann, Braunschweig 1960 (10. Auflage: Herausgegeben, eingeleitet und mit einem neuen Forschungsteil versehen von Jochen Bleicken, Werner Dahlheim und Hans-Joachim Gehrke. Schöningh, Paderborn 2007, ISBN 978-3-506-73927-8).
⹠Der erste Punische Krieg und das Problem des Römischen Imperialismus. Zur politischen Beurteilung des Krieges (= Libelli. Band 130). 3. Auflage, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1970.
âą Ideologiekritik. Ihre theoretischen und praktischen Aspekte. de Gruyter, Berlin u. a. 1975, ISBN 3-11-005981-9.
⹠Ciceros Theorie vom römischen Staat (= Nachrichten der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Philologisch-historische Klasse. Jahrgang 1975, Nummer 8). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1976, ISBN 3-525-85262-2.
âą Barthold Georg Niebuhrs wissenschaftliche AnfĂ€nge. Untersuchungen und Mitteilungen ĂŒber die Kopenhagener Manuscripte und zur europĂ€ischen Tradition der lex agraria (loi agraire) (= Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Philologisch-Historische Klasse. Dritte Folge, Nummer 114). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1981, ISBN 3-525-82394-0.
âą Gedanken und Vermutungen zur frĂŒhen römischen Regierungsgewalt (= Nachrichten der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Philologisch-Historische Klasse. Jahrgang 1982, Nummer 10). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1983, ISBN 3-525-85116-2.
⹠Versagen und VerhÀngnis. Vom Ruin deutscher Geschichte und ihres VerstÀndnisses. Siedler, Berlin 1984, ISBN 3-88680-107-1.
⹠Gesammelte Schriften in 3 BÀnden. Band 1: Griechische Geschichte, Griechische und römische Geschichte, Weltgeschichte. Band 2: Römische Geschichte. Band 3: Wissenschaftsgeschichte und -theorie, Völkerrecht, UniversitÀts- und Schulreform. Steiner, Stuttgart 1995, ISBN 3-515-06716-7.
Literatur
âą Ernst Baltrusch: HeuĂ, Alfred. In: Peter Kuhlmann, Helmuth Schneider (Hrsg.): Geschichte der Altertumswissenschaften. Biographisches Lexikon (= Der Neue Pauly. Supplemente. Band 6). Metzler, Stuttgart/Weimar 2012, ISBN 978-3-476-02033-8, Sp. 571â573.
âą Jochen Bleicken (Hrsg.): Symposium fĂŒr Alfred HeuĂ (= Frankfurter althistorische Studien. Bd. 12). Lassleben, KallmĂŒnz 1986, ISBN 3-7847-7112-2 (Bibliographie von Alfred HeuĂ S. 93â100).
âą Jochen Bleicken: Zum Tode von Alfred HeuĂ. In: Historische Zeitschrift 262 (1996), S. 337â356 (= Gesammelte Schriften, 2 BĂ€nde. Hrsg. von Frank Goldmann. Steiner, Stuttgart 1998, hier Band 2, S. 1098â1117).
âą Hans-Joachim Gehrke (Hrsg.): Alfred HeuĂ. Ansichten seines Lebenswerkes. BeitrĂ€ge des Symposions âAlte Geschichte und Universalgeschichte, âŠâ, Göttingen, 16. und 17. Mai 1996. Steiner, Stuttgart 1998, ISBN 3-515-07299-3.
âą Hans-Joachim Gehrke: Alfred HeuĂ und das 21. Jahrhundert. In: Saeculum 61 (2011), S. 337â354.
âą Alfred HeuĂ: De se ipse. In: Jochen Bleicken (Hrsg.): Colloquium aus Anlass des 80. Geburtstages von Alfred Heuss. LaĂleben-Verlag, KallmĂŒnz 1993, ISBN 3-7847-7113-0, S. 211 ff. (Auch in ders.: Gesammelte Schriften. Band 1, S. 777 ff.).
âą Stefan Rebenich: Alfred HeuĂ: Ansichten seines Lebenswerkes. Mit einem Anhang: Alfred HeuĂ im Dritten Reich. In: Historische Zeitschrift 271 (2000), S. 661â673 (AusfĂŒhrliche Rezension zum gleichnamigen Sammelband von Gehrke)([1]).
âą Stefan Rebenich: Deutsche EindrĂŒcke. Alfred HeuĂ ĂŒber das Dritte Reich im August 1934. In: Zeitschrift fĂŒr Ideengeschichte 6, 2012, S. 85â94 ([2]).
âą Stefan Rebenich: Hermann Bengtson und Alfred HeuĂ. Zur Entwicklung der Alten Geschichte in der Zwischen- und Nachkriegszeit. In: Volker Lehmann, Kerstin DroĂ, Sarah Velte (Hrsg.): Alte Geschichte zwischen Wissenschaft und Politik Gedenkschrift Karl Christ. Wiesbaden 2009, S. 181â209 ([3]).
âą Frank Rexroth: Geschichte schreiben im Zeitalter der Extreme. Die Göttinger Historiker Percy Ernst Schramm, Hermann Heimpel und Alfred HeuĂ. In: Christian Starck, Kurt Schönhammer (Hrsg.): Die Geschichte der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (= Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. NF, Band 28). Band 1. De Gruyter, Berlin u. a. 2013, ISBN 978-3-11-030467-1, S. 265â299 (online).
Weblinks
âą Literatur von und ĂŒber Alfred HeuĂ im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
âą Interview von Sven SchĂŒrenberg (1922â1973) mit Alfred HeuĂ anlĂ€Ălich der Frankfurter Buchmesse 1962 zum Erscheinen des dritten Bandes, Griechenland â Die hellenistische Welt, der PropylĂ€en Weltgeschichte
âą Stiftung Historisches Kolleg im Stifterverband fĂŒr die Deutsche Wissenschaft: Erste Verleihung des Preises des Historischen Kollegs [an Alfred Heuss]. Aufgaben, Stipendiaten, Schriften des Historischen Kollegs [darin: Laudatio von Christian Meier auf Alfred HeuĂ sowie Vortrag âVom historischen Wissenâ von Alfred HeuĂ]. MĂŒnchen 1984
Anmerkungen
cite-note-11. â Hans-Joachim Gehrke: Alfred HeuĂ â Ansichten seines Lebenswerkes. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 1998, S. 165 (BeitrĂ€ge des Symposions Alte Geschichte und Universalgeschichte, Wissenschaftsgeschichtliche Aspekte und Historisch-Kritische Anmerkungen zum Lebenswerk von Alfred HeuĂ, Göttingen, 16. und 17. Mai 1996).
cite-note-22. â Alfred HeuĂ: Die völkerrechtlichen Grundlagen der römischen AuĂenpolitik in republikanischer Zeit. Scientia Verlag, Aalen/WĂŒrtt. 1963, Neudruck der Ausgabe 1933.
cite-note-33. â Alfred HeuĂ: Stadt und Herrscher des Hellenismus in ihren staats- und völkerrechtlichen Beziehungen. Scientia Verlag, Aalen/WĂŒrtt. 1963, Neudruck der Ausgabe 1937 mit Nachwort des Verfassers.
cite-note-44. â Stefan Rebenich: Deutsche EindrĂŒcke. Alfred HeuĂ ĂŒber das Dritte Reich im August 1934. In: Zeitschrift fĂŒr Ideengeschichte 6/I (2012), S. 85â94.
cite-note-55. â Zitat bei Stefan Rebenich: Alfred HeuĂ: Ansichten seines Lebenswerkes. Mit einem Anhang: Alfred HeuĂ im Dritten Reich. In: Historische Zeitschrift 271 (2000), S. 667.
cite-note-66. â Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/15480597.
cite-note-77. â Stefan Rebenich: Hermann Bengtson und Alfred HeuĂ. In: Alte Geschichte zwischen Wissenschaft und Politik. Gedenkschrift Karl Christ. Wiesbaden 2009, S. 186.
cite-note-88. â Mitglieder: Alfred Heuss. NiedersĂ€chsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, abgerufen am 21. Oktober 2025.
cite-note-99. â Zitat bei Stefan Rebenich: Alfred HeuĂ: Ansichten seines Lebenswerkes. Mit einem Anhang: Alfred HeuĂ im Dritten Reich. In: Historische Zeitschrift 271 (2000), S. 667.
cite-note-1010. â Joseph Vogt (Hrsg.): Rom und Karthago, Leipzig 1943, hier: S. 83â138. Der Sammelband, an dem sich zahlreiche bekannte Forscher beteiligten, gilt als eines der wenigen Beispiele fĂŒr eine ganz explizit der nationalsozialistischen Ideologie verpflichtete deutsche Althistorie jener Jahre.
cite-note-1111. â Im Wesentlichen apologetisch spricht Alfred HeuĂ: Nekrolog Helmut Berve. In: Historische Zeitschrift 230 (1980), S. 779â787 (= Gesammelte Schriften. Band 1, S. 758â766) von âĂuĂerungenâ, die âbesser nicht in die Feder geflossen wĂ€renâ (S. 785 bzw. 764), und nennt Berves Vorstellung, âsich und die von ihm vertretene Sacheâ durch Anpassung behaupten zu können, âaus heutiger Sicht, aufs Ganze gesehen, eine Illusion,â ohne zu fragen, inwieweit Berves politische Ăberzeugungen ĂŒberhaupt eine Anpassung erforderlich machten.
cite-note-1212. â Versagen und VerhĂ€ngnis. Vom Ruin deutscher Geschichte und ihres VerstĂ€ndnisses, S. 119â120, 125.
cite-note-1313. â Versagen und VerhĂ€ngnis. Vom Ruin deutscher Geschichte und ihres VerstĂ€ndnisses, S. 121â122, das Zitat S. 121.
cite-note-1414. â Versagen und VerhĂ€ngnis. Vom Ruin deutscher Geschichte und ihres VerstĂ€ndnisses, S. 122.
cite-note-1515. â Versagen und VerhĂ€ngnis. Vom Ruin deutscher Geschichte und ihres VerstĂ€ndnisses, S. 125.
cite-note-1616. â Sprache verschlagen. In: Der Spiegel, 28. Juli 1968.